quotes WIE EIN SOMMERWIND. So leicht und anmutig kommt der Carinthische Sommer nicht oft in die Stiftskirche: Wie ein warmer Sommerwind fegten ein fünfköpfiges Streicherensemble und zwei Bläser mit Feinheiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert durch den Abend. Die Stars: Martina Beck und Andreas Schablas.

Sie brillierten auf ihren Klarinetten mit Mendelssohn am Anfang (f-Moll-Konzertstück op. 113), wo Beck zum Bassetthorn griff und auch am Ende (op. 114); dazwischen Francaix' rhythmisch pulsierendes Klarinettenquintett, Baermann Es-Dur-Adagio für Klarinette und Streichquartett sowie Poulenc, dessen Sonate für zwei Klarinetten den Höhepunkt des Konzerts darstellte. Beharrlicher Applaus bewegte die sympathischen Künstler zu einer Zugabe.quotes 

KRONEN ZEITUNG (August 2014)



 quotes EIN KULINARISCHES VERGNÜGEN IN DER STIFTSKIRCHE. VIRTUOSE MEISTER BEIM CARINTHISCHEN SOMMER.

OSSIACH. Dem Umstand, dass Felix Mendelssohn Bartholdy Mehlspeisen liebte, sollen zwei Konzertstücke für Klarinette, Bassetthorn und Streichquartett (op.113 und 114) zu verdanken sein. Komponiert hat er sie angeblich als Gegenleistung für die Zubereitung eines guten Essens durch die Klarinettenvirtuosen Vater Heinrich und Sohn Carl Baermann.

'Serviert' wurde das 'große Duett für Dampfnudel oder Rahmstrudel' (Mendelssohn Bartholdy) Nr. 1 und Nr. 2 vom Soloklarinettisten des Bayrischen Staatsorchesters, Andreas Schablas, im Zusammenspiel mit seiner Ensemblekollegin Martina Beck, welche die tiefere, wie ein Horn gebogene Klarinette spielte. Die beiden Stücke bildeten den Rahmen des Konzertabends und boten den Solisten Raum, ihr virtuoses Können zu entfalten.

Dazwischen waren ein Quintett für Klarinette und Streichquartett von Jean Francaix sowie eine Sonate für zwei Klarinetten von Francis Poulenc positioniert. Die wunderbare Musik des französischen Komponisten entfaltete herrliche Areale der Heiterkeit samt den dazugehörigen dunkel verhangenen Momenten. Bei Poulenc bestachen die Solisten durch schöne Färbungen in einem von Leichtigkeit getragenen Spiel. Bei Francaix führte Schablas äußerst differenziert einen witzigen Diskurs an, in den die Streicher rhythmisch, mit Esprit einstimmten. 'Musique pour faire plaisir' wie der Komponist selbst sagt, also Musik zur reinen Freude.

Schließlich wurde noch mit einem Adagio für Klarinette  und Streichquintett belegt, dass Heinrich Baermann auch ein brauchbarer Komponist war. Die fünf Herren des Streicherensembles waren großartige Begleiter. Die Solisten aber brillierten mit meisterlichen Qualitäten und Charme.quotes 

KLEINE ZEITUNG (August 2014)

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Michael Stallknecht schreibt über die Interpretation von Brahms´ Klarinettenquintett in h-moll, op. 115 beim OktoberMusikfest 2012 der Bayerischen Staatsoper:

 quotes ... Der gigantische Klarinettist Andreas Schablas, David Schultheiß und Guido Gärtner (Violinen), Adrian Mustea (Viola) und Yves Savary (Cello) bringen die Stimmen zu makelloser Balance und spielen mit äußerstem Risiko, indem sie die Pianoexzesse und die elegischen Tempi des alten Brahms bis an die Grenzen ausreizen.

Zugleich aber reißt die Spannung nie, weil sie auch die Horizontale nie aus den Augen verlieren und wissen, wann es – bis hin zum mendelssohnisch wuselnden Scherzo – eine Attacke zu setzten gilt. Das Ergebnis ist ein dreiviertelstündiges Exerzitium der Zärtlichkeit.quotes 

 SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (21.10.2012)


FAZ

 quotes Andreas Schablas verleiht den Melodielinien einen sprechenden, üppig blühenden Tonfall...quotes

FAZ / Eleonore Büning (Juni 2012)

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Anlässlich der Verleihung des Ernst-von-Siemens Musikpreises 2012 ("Nobelpreis der Musik") an Friedrich Cerha schreibt Reinhard Brembeck:

 quotes[Friedrich Cerha]  verdient es …  völlig, ins Rampenlicht gestellt zu werden. Dafür aber sorgen, mehr als der Preis, zwei CD-Produktionen, die gerade auf den Markt kommen. Einmal bringt die Wiener CD-Firma Kairos das von Pierre Boulez dirigierte Orchesterstück "Impulse", noch stärker wirken die von ANDREAS SCHABLAS  faszinierend gespielten Klarinettenstücke Cerhas bei Neos: Besser kann man keinen Komponisten ehren.quotes

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (22.6.2012)


 

quotesIch habe Andreas Schablas anläßlich einer Aufführung meiner 5 Stücke für Klarinette, Violoncello und Klavier kennengelernt und er hat später mehrmals bravourös mein Klarinettenquintett gespielt. Er ist einer der besten Klarinettisten, denen ich begegnet bin. Herr Schablas verfügt nicht nur über eine perfekte technische Beherrschnung seines Instruments, sondern auch über eine hohe musikalische Intelligenz. Seine Leistungen haben mich sosehr beeindruckt, daß ich ihm die Uraufführung meines Klarinettenkonzerts anvertraut habe.  quotes

  FRIEDRICH CERHA


SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Michael Stallknecht schreibt über die Interpretation von Brahms´ Klarinettenquintett in h-moll, op. 115 beim OktoberMusikfest 2012 der Bayerischen Staatsoper:

 quotes ... Der gigantische Klarinettist Andreas Schablas, David Schultheiß und Guido Gärtner (Violinen), Adrian Mustea (Viola) und Yves Savary (Cello) bringen die Stimmen zu makelloser Balance und spielen mit äußerstem Risiko, indem sie die Pianoexzesse und die elegischen Tempi des alten Brahms bis an die Grenzen ausreizen.

Zugleich aber reißt die Spannung nie, weil sie auch die Horizontale nie aus den Augen verlieren und wissen, wann es – bis hin zum mendelssohnisch wuselnden Scherzo – eine Attacke zu setzten gilt. Das Ergebnis ist ein dreiviertelstündiges Exerzitium der Zärtlichkeit.quotes 

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (21.10.2012)


 quotes... Dieses eiserne und gleichzeitig spielerische Naturgesetz Carter'schen Schreibens kann durchaus ermüden. Doch das tat es in diesem Falle nicht, denn das oenm, Dirigent Johannes Kalitzke und der das Schwierigste mit unglaublicher Leichtigkeit servierende Solist Andreas Schablas schlugen alles an Funken aus dem Stück, was nur möglich erscheint. Ein grandioses Spiel mit Akzenten, mit Nuancen, im dritten Teil sogar mit sachter Empfindsamkeit... quotes

Gottfried Franz Kasparek in DREHPUNKTKULTUR

 

         EDELSTEINE FÜR KLARINETTE

Im Romanischen Saal des Stiftes St. Peter spielten der Klarinettist Andreas Schablas und die Pianistin Janna Polyzoides am Mittwoch (6.5.) ein virtuoses Kammerkonzert mit selten gehörten Stücken.

07/05/09 Andreas Schablas ist seit dem Vorjahr stellvertretender Soloklarinettist im Bayerischen Staatsorchester. Der gebürtige Steirer war knapp ein Jahrzehnt im Mozarteum Orchester und ist weiterhin eine der führenden Musikerpersönlichkeiten des oenm, mit dem er erst am vergangenen Sonntag im Solitär Enno Poppes „Holz“, ein veritables modernes Klarinettenkonzert, unter Gerd Kührs Leitung interpretierte. Am 20. Juni steht in Neuberg an der Mürz die Uraufführung von Friedrich Cerhas Klarinettenkonzert bevor. Schablas ist jedoch in allen Zeiten der Musik daheim, wie das Programm im stimmungsvollen Klostergewölbe bewies.

Eine kluge Mischung aus Romantik und gemäßigter Moderne erfreute die Ohren und beschäftigte Geist und Gemüt, auch weil mit Janna Polyzoides eine mitatmende, mitgestaltende und souverän begleitende Musikerin am Förster-Flügel saß. Schon Carl Maria von Webers brillantes, nicht sehr tief schürfendes, aber köstlich unterhaltsames „Grand Duo concertant“ bot den Interpreten Gelegenheit, hinter locker dahinperlenden Läufen sensible romantische Empfindungswelten durchschimmern zu lassen.

Ein weiterer Edelstein der Klarinettenliteratur ist Leonard Bernsteins Sonate von 1942, in der die große Broadway-Melodie mit ihrem offensiven Sentiment von zupackender jazziger Rhythmik kontrastiert wird.  Andreas Schablas bewältigte nicht nur die Schwierigkeiten dieser effektvollen und doch zutiefst ehrlichen Musik glänzend, er schaffte auch die Wechselspiele zwischen sonor strömendem Ausdruck und pfiffiger, vertrackter Rhythmik perfekt. Erstaunlich, wie hart an und sogar über die Grenzen des Spielbaren der Pianist Bernstein in diesem Werk ging – die Pianistin erspielte das mit Energie und Schlagfertigkeit.

Nach der Pause schmeichelte eine echte Rarität den Ohren, Niels Wilhelm Gades irgendwo zwischen Schumann und Grieg angesiedelte Fantasiestücke op. 43; besonders ausdrucksstark gelang die sehnsuchtsvolle Ballade. Danach kam ein Prüfstein für Klarinettisten, Francis Poulencs Sonate von 1962.

Die formale Klarheit dieser - abseits der damals „offiziellen“ Avantgarde - eigenständigen, die Tradition auslotenden und dabei zu Neuem fortschreitenden Musik brachten die Interpreten wunderbar zum Klingen. Das gelang in den geschärften Ecksätzen ebenso, wie im Mittelteil, der berührenden "Romanza", mit ihrer unsentimentalen, aus der Stille wachsenden Melancholie. Dieser Satz erinnert an die Verehrung der französischen Schule für Edvard Grieg und holt romantische Emotion behutsam in die Moderne.

Gabriel Piernés Canzonetta von 1888 war da eine passende, filigrane und doch schön schmachtende Zugabe.quotes

 Gottfried Franz Kasparek in DREHPUNKTKULTUR